Was tut die Feuerwehr?

Die Bevölkerung kann auf etwa 18 000 Berufsfeuerwehrleute und freiwillige Feuerwehrleute zählen, die den 34 Hilfeleistungszonen sowie der Feuerwehr Brüssel zugeteilt sind. In Notfällen können Sie die Hilfeleistungszonen jederzeit unter der Notrufnummer 112 erreichen. Wenn es nicht dringend ist, rufen Sie Ihre Hilfeleistungszone besser über deren Telefonnummer an.

 

Weitere Infos:

Einsätze

Hauptauftrag der Feuerwehr ist natürlich die Brandbekämpfung. Allerdings führt sie auch zahlreiche andere Aufträge aus:

  • In Notfällen springt sie als Ambulanzdienst ein.
  • Bei Verkehrsunfällen befreit sie die in Fahrzeugen eingeklemmten Personen. Nach einem schweren Unfall räumt sie die öffentliche Straße.
  • Sie wird bei Überschwemmungen, Explosionen, Einstürzen usw. eingesetzt.
  • Sie wird auch bei alltäglichen Problemen herangezogen: Personen, die in einem Aufzug feststecken usw

Einsatzstatistiken :

Statistiken belgische Hilfeleistungszonen 2017 (FR)

Statistiken belgische Hilfeleistungszonen 2016 (FR)

Statistiken belgische Hilfeleistungszonen 2015 (FR)

Statistiken belgische Feuerwehrdienste 2014 (FR)

Statistiken belgische Feuerwehrdienste 2013 (FR)

Statistiken belgische Feuerwehrdienste 2012 (FR)

 

Bei Großeinsätzen arbeitet die Feuerwehr mit dem Zivilschutz zusammen.

Neben ihren Grundaufträgen nimmt die Feuerwehr weitere Aufgaben wahr, für die sie besondere Techniken anwenden muss und/oder spezifisches Material benötigt. Solche ungewöhnlichen Aufträge erfordern den Einsatz von kompetentem und speziell geschultem Personal. Mehrere spezialisierte Teams wurden zusammengestellt, um diese besonderen Aufgaben korrekt ausführen zu können. Die Mitglieder dieser Teams haben zusätzliche Fachausbildungen absolviert und erhalten regelmäßig die Gelegenheit, ihre Fertigkeiten bei Übungen und realen Einsätzen zu trainieren.

Einige Spezialteams setzen sich aus Personal der Feuerwehr und des Zivilschutzes zusammen, andere hingegen sind innerhalb eines dieser Hilfsdienste organisiert.

Die Einzelheiten zur Verteilung von Grund- und Sonderaufträgen der Feuerwehrdienste und des Zivilschutzes sind im Königlichen Erlass vom 10. Juni 2014 festgelegt.

Standard-Einsatzverfahren, Ausbildung und Material

Um bei Feuerwehreinsätzen die Sicherheit der Feuerwehrleute, ihrer Kollegen und der Menschen, denen sie zu Hilfe kommen, zu erhöhen, legt die Generaldirektion Zivile Sicherheit ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung von Standard-Einsatzverfahren und Ausbildungen, aber auch auf die Anschaffung hochentwickelter Ausrüstung.

Alle Feuerwehrleute nehmen an einer intensiven Grundausbildung und an Weiterbildungen teil und haben die Möglichkeit, in einem der 11 Ausbildungszentren für die zivile Sicherheit in Belgien eine Fachausbildung zu absolvieren. Die Generaldirektion Zivile Sicherheit und das Fachzentrum für zivile Sicherheit koordinieren die Entwicklung der Aus- und Weiterbildungen in Zusammenarbeit mit den Ausbildungszentren, den Hilfeleistungszonen und den Einsatzeinheiten des Zivilschutzes.

Die Hilfeleistungszonen sind verpflichtet, sowohl Feuerwehrmaterial als auch individuelle und kollektive Schutzausrüstung wie Löschfahrzeuge, Leitern, Schutzkleidung usw. anzukaufen. Für den Ankauf von Material und Fahrzeugen schreibt die zentrale Beschaffungsstelle der Generaldirektion Zivile Sicherheit öffentliche Aufträge aus, über die die Hilfeleistungszonen ihre Bestellungen in Auftrag geben können. Die Hilfeleistungszonen greifen regelmäßig auf das Know-how der Generaldirektion Zivile Sicherheit in Sachen Materialankauf zurück.

Brandschutz

Einige Mitglieder der Feuerwehr bieten den Bürgern auch Beratungen im Bereich Brandschutz an.
Einerseits stützen sie sich hierfür auf gesetzliche Vorschriften, die auf Gebäude, Bauten oder Veranstaltungen anwendbar sind. In diesem Fall überprüfen Brandschutztechniker die Einhaltung der Vorschriften, sowohl durch Kontrollen von Plänen als auch ggf. durch Besuche vor Ort.

Andererseits möchte die Feuerwehr auch das Bewusstsein der Bürger für Brandschutz schärfen und ihre Aufmerksamkeit auf die Gefahren von Bränden lenken. Der Brandschutzberater (BSB) gibt Empfehlungen, wie Brandrisiken in der Wohnung und ihrem Umfeld verringert werden können. Er berät kostenlos, beantwortet Fragen, organisiert Informationsveranstaltungen für Gruppen, macht Hausbesuche usw.

Reform der zivilen Sicherheit

Die zivile Sicherheit umfasst die Notrufzentralen 112, die Feuerwehrdienste und den Zivilschutz. Feuerwehr und Zivilschutz sind kürzlich reformiert worden.

Bis zum 1. Januar 2015 waren die Feuerwehrkorps hauptsächlich auf kommunaler Ebene organisiert. Damit der Bevölkerung im Notfall noch schneller Hilfe zuteilwerden kann, wurden die Feuerwehrkorps grundlegend reformiert. So sind die 250 Feuerwehrkorps zwischen dem 1. Januar 2015 und dem 1. Januar 2016 zu 34 Hilfeleistungszonen und der Feuerwehr Brüssel zusammengeschlossen worden. Weitere Informationen zu dieser Reform finden Sie hier.

Am 1. Januar 2019 sind die 6 Einheiten des Zivilschutzes in 2 Einheiten neu aufgestellt worden. Weitere Informationen zu dieser Reform finden Sie hier.
Im Gesetz vom 15. Mai 2007 über die zivile Sicherheit sind die Grundsätze der Organisation und Arbeitsweise von Feuerwehr und Zivilschutz bestimmt. - Update 05/2019